Wissenswertes über Schmetterlinge

Schmetterlinge gehören wohl zu den schönsten Insekten auf der Erde. Bisher sind knapp 160.000 Arten bekannt, von denen die größten und schillerndsten in den Tropen vorkommen.

Der deutsche Name Schmetterling, 1501 erstmals belegt, kommt vom slawischstämmigen ostmitteldeutschen Wort Schmetten, welches Schmand oder Rahm bedeutet, von dem einige Arten oft angezogen werden. Die englische Bezeichnung butterfly weist in dieselbe Richtung und entspricht dem regional gebräuchlichen Buttervogel, da die Tiere beim Butterschlagen angelockt wurden.

Das Wort Schmetterling setzte sich erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts allgemein durch. Bis dahin wurde diese Insektenordnung noch „Tagvögel“ (für Tagfalter) oder „Nachtvögel“ (für Nachtfalter) genannt. Der Begriff Falter hat nichts mit falten (der Flügel) zu tun, sondern kommt von flattern, wobei die Verdopplung die schnelle Bewegung der Flügel zum Ausdruck bringt.

Die Flügelspannweite des größten, in Südamerika beheimateten Schmetterlings beträgt 30 cm, der kleinste Falter misst dagegen nur 3 mm. Wie schon der wissenschaftliche Name Lepidoptera (Schuppenflügler) zum Ausdruck bringt, besitzen sie zwei zarthäutige, beschuppte Flügelpaare. Wenn man Schmetterlinge mit der Hand berührt, bleibt ein feiner, aus winzigen Schuppen bestehender Staub hängen. Ein weiteres Merkmal ist der einrollbare Saugrüssel, mit dem sie flüssige Nahrung aufnehmen. Der hohle Rüssel kann bei einigen Arten bis zu 30 cm lang werden und funktioniert wie ein biegsamer Trinkhalm. Die Fühler der Schmetterlinge, ihre Riechorgane, sind sehr vielgestaltig. Sie können kolben- oder keulenförmig, gefiedert oder gekämmt ausgebildet sein.

Die Entwicklung der Schmetterlinge verläuft über 4 Stadien: das Ei- und Larvenstadium, die Puppe und den erwachsenen Schmetterling. Die Eier können sehr unterschiedlich aussehen, z.B. kugelig, oval, birnen- oder scheibenförmig. Sind die Raupen aus den Eiern geschlüpft, beginnen sie sogleich mit der Suche nach Nahrung und mit dem Fressen. Durch die intensive Nahrungsaufnahme wachsen die Larven schnell heran und müssen sich immer wieder häuten, da die Larvenhaut nicht mitwächst. Im letzten Larvenstadium angekommen, wird die Nahrungsaufnahme eingestellt und die Raupe beginnt mit der Verpuppung. Die Puppe ist das Übergangsstadium zwischen Raupe und Falter. Die Wandlung der Raupe zur Puppe und der Puppe zum Falter wird Metamorphose genannt. Die Lebensdauer der Falter variiert stark. Bei einigen beträgt sie nur einen einzigen Tag, sie kann aber auch inklusive Ruhephasen bis zu zehn Monate dauern. Das Durchschnittsalter von Tagfaltern beträgt zwei bis drei Wochen.